Literaturtage 7. September 2019

Lesung mit Joachim Zelter am 7.9.2019 um 19:30Uhr

„Rennradtreff. Christi Himmelfahrt. Donnerstag um 10 Uhr. Der Radverein lädt ein. Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen!“
Virtuos erzählt Joachim Zelter die Sogwirkung eines rastlosen Pelotons: das Zusammenwirken von Fahrrad, Mensch und sozialer Gruppe. Ein Räderwerk der Tempoverschärfungen und der immer größer werdenden Distanzen, ein fortwährendes Weiter und immer weiter so. Am Ende handelt Zelters neuer Roman von uns allen: von Anpassung, von Leistungsdruck und von der Unfähigkeit, auch nur eine Pedalumdrehung auszulassen. Es ist der Roman einer Besessenheit.

Acht Jahre nach dem Roman „Der Ministerpräsident“, mit dem er für den Deutschen
Buchpreis nominiert war, legt Joachim Zelter neuerlich eine gesellschaftspolitische Parabel von eminenter Wucht und Tragweite vor.

 

JOACHIM ZELTER, 1962 in Freiburg geboren, bei Schwäbisch Hall aufgewachsen, studierte und lehrte englische Literatur in
Tübingen und Yale. Der freie Schriftsteller ist passionierter Radsportler.

Sein literarisches Werk wurde vielfach ausgezeichnet: zuerst mit dem renommierten Thaddäus-Troll-Preis, zuletzt mit dem begehrten Jahresstipendium des Landes Baden-Württemberg sowie dem Gisela-Scherer-Stipendium der Stadt Hausach.

„Genau darin liegt die Meisterschaft des
Erzählers Joachim Zelter, dass er Spannungsbögen
und Pointen millimetergenau setzen
kann, dass er im Komischen stets das typisch
Menschliche, Endliche, Tragische aufspürt.“

— Süddeutsche Zeitung

 

„Joachim Zelter, ein begnadeter Vortragskünstler,
verspielt wie Jean Paul und geistreich
wie Oscar Wilde „ist ein Pointen Zauberer.
Ein großer Satiriker in der Tradition
von Kurt Tucholsky, Erich Kästner und Thomas
Bernhard.“

— José F.A. Olivercht und Tragweite vor.